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Sommer, Sonne, Separee – Commandress – FLR, Femdom und Beziehung
Das letzte Mal habe ich über meine Dominanz geschrieben und wie ich sie für mich erlebe. Es liegt nun also nahe, auch einmal darüber nachzudenken, wie es sich anfühlt, wenn ein Mensch, der mir etwas bedeutet, mir in seiner Devotion gegenübertritt.
Auch hierbei möchte ich ganz bei mir bleiben. Es geht mir auf keinen Fall darum, anderen zu erklären, wie sie sich fühlen oder verhalten sollten, sondern nur darum, welche Emotionen ein gewisses Verhalten bei mir auslösen kann – wenn es mir denn begegnet.
Das Fundament: Loyalität und Vertrauen
Im Alltag liebe ich es einfach, wenn ich führen darf und dabei das Gefühl habe, dass meine Entscheidungen gerne sowie mit einer gewissen Leichtigkeit und Vertrauen angenommen werden. Das ist sehr entspannend! Die Basis dafür, dass ich überhaupt erst die Lust entwickle, zu führen und zu entscheiden, ist jedoch die Loyalität.
Für jemanden, auf dessen Loyalität und Ernsthaftigkeit ich mich nicht verlassen kann, trage ich keine Verantwortung – weder im Alltag noch im tieferen Spiel. Das geschieht zum einen aus pragmatischen Sicherheitsgründen, zum anderen aber auch aus einem emotionalen Selbstschutz heraus.
Denn ich mache mich durchaus verletzlich: Ich gehe immer möglichst offen und ohne große Deckung in neue Bekanntschaften. Ich bin ich – und ich zeige mich, wie ich bin. Das bietet natürlich eine gewisse Angriffsfläche. Und genau dieses „Hosen-runter-Lassen“ brauche ich also auch von meinem Gegenüber. Ein Sub, der Masken (metaphorische, nicht die lustigen, mit Reißverschluss und so!) trägt, lässt meiner Dominanz keinen nennenswerten Raum. Der Versuch, einen solchen Menschen zu führen, muss unweigerlich scheitern. Ich benötige – und gebe – Ehrlichkeit und einen gewissen Vertrauensvorsprung für eine Begegnung im D/s-Kontext.
Steht dieses Fundament der Offenheit, kann es schnell sehr spannend werden: Sobald ich spüre, dass man mir mit unaufdringlicher, wahrhaftiger Devotion begegnet, ist meine Neugier und mein Spieltrieb meist direkt geweckt. Oder sagen wir: Er öffnet zumindest schon mal aufmerksam ein Auge.
Oh, ich genieße es, verwöhnt zu werden! Damit meine ich vielmehr die kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten, Worte, Berührungen und echtes Interesse an meiner Person als alles andere. Es sind die alltäglichen „kleinen Opfer“ wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, das Zeit-für-mich-Haben, Zuhören und das Wissen, was ich mag und brauche, die mich dahinschmelzen lassen.
Für mich ist „mein Sub“ gleichzeitig mein Sklave und Ritter. Mein Held, meine Stütze, mein Spielzeug, mein Laufbursche, mein sicherer Hafen, Beschützer und Fußabtreter. Stets treu, ohne zu wanken. Das ist es tatsächlich, was Devotion letztendlich für mich bedeutet: seine freudige Bereitschaft, all das für mich zu sein. Und zwar im Alltag mindestens genauso wie in Bett.
Hingabe als Motor
Ja, das macht etwas mit mir. Ich möchte ihn gleichermaßen fordern und fördern, ihn dafür lieben, dass er sich mir schenkt – und ihn gleich darauf qualvoll an seine Grenzen bringen, um seine Liebe zu mir auf die Probe zu stellen. Ich will alles nehmen, was er mir gibt, und ihn zeitgleich mit immer neuen Herausforderungen überhäufen. Seine Hingabe ist mein Motor und mein Antrieb.
Fröhliche Spielereien rund um Kink und Fetisch können mir durchaus Freude machen. Aber das hat für mich nichts mit Submission oder Devotion zu tun, denn das allein besitzt keinerlei Tiefe. Erst die Emotionen machen aus dem Spiel etwas Wahrhaftiges.
Wenn ein Sub sich willig und ohne zu zögern in meine Hände begibt – nicht weil er dafür etwas bekommt oder erwartet, sondern weil es ihm mir gegenüber ein echtes Bedürfnis ist –, dann berührt er mich vielleicht in meinem Innersten.
Mir ist bewusst, dass so etwas absolut selten und unglaublich wertvoll ist. Aber ich weiß sicher, dass es das gibt. Deswegen nehme ich es relativ gelassen in Kauf, zu warten, zu suchen und ab und zu auch einfach mal komplett daneben zu liegen. Es ist es mir wert.
Weiterlesen: Gedanken über Dominanz und Femdomsein.
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