Sieht man irgendwo ein Bild von einer Femdom, dann ist diese höchstwahrscheinlich nicht älter als dreißig Jahre, weiß, mit der Statur einer Ballerina: schlank, langbeinig und elegant. Ich selbst könnte für mich da nun nur ein Häkchen bei „weiß“ setzen, der Rest steht eher nicht auf meiner eigentlichen Personenbeschreibung.
Gemeinhin trägt die Femdom wohl am liebsten, wenn man Buchdeckeln und Internetseiten Glauben schenken mag, sehr kurze, eng anliegende Röcke, halterlose Strümpfe und tief ausgeschnittene Blusen. Dazu natürlich halsbrecherisch hohe Schuhe.
Interessanterweise darf eine Femdom offensichtlich gerne Brille tragen. Vielleicht unterstreicht das ihre Strenge – oder aber sie sieht so einfach auch die wirklich kleinen Dinge besser, die ihr da ab und an präsentiert werden.
Eine Brille habe ich, und hohe Schuhe finde ich toll. Mit dem Rest fühle ich mich dann eher so, als würde ich eine Sekretärinnenfantasie nachspielen wollen. Und zur Sekretärin eigne ich mich nun wirklich nicht.
In Clubs ist der Dresscode ja meist vorgegeben. Oft beinhaltet dieser die obligatorischen „drei L“, also Lack, Leder und Latex. Und seien wir mal ganz ehrlich: es gibt auf der ganzen Welt wohl kaum etwas, das der weiblichen Figur jenseits ihrer Zwanziger weniger schmeichelt und weniger verzeiht, als diese Materialien!
Ja, mit zwanzig habe ich 54 Kilo gewogen, da hätte ich womöglich umwerfend in so etwas ausgesehen. Aber da war mein Ego noch durch die Medien der Neunziger in Schockstarre, welche alles über Kleidergröße 0 hämisch als „fett“ bezeichneten. Außerdem habe ich selbst keinen Materialfetisch, also hätte ich mich auch damals sehr unwohl damit gefühlt, in einem hautengen Gummianzug herumzustolzieren.
Was also zieht man denn nun so an, als Femdom? Mein Plädoyer: Generell erst mal alles, womit man sich schön, stark, sexy und wohl fühlt! Das ist auch auf unseren Femdomabenden ganz klare Kleidervorschrift – sehr individuell also.
Für mich persönlich sind das zum Ausgehen eher feminine Kleider, schöne, auffallende Strumpfhosen, eleganter Schmuck und sexy Schuhe. Und privat, zu Hause, mag ich es lieber bequem. Da muss ich sicher niemanden beeindrucken. Aber mit dem Hund raus gehen und die Spülmaschine einräumen und so, das muss ich. Und dabei will ich nicht unnötig leiden.
Meiner Dominanz tut eine gemütliche Hose keinen Abbruch, die kann ich auch im Pyjama voll und ganz ausleben.
Und die Clubs vertragen meiner Meinung nach deutlich mehr Glamour, Glitzer und weibliche Selbstliebe! Also Mädels: tragt ruhig dick auf, wenn ihr ausgeht, ihr seid niemandem dessen langweilige Sekretärinnenfantasien schuldig, wenn ihr daran keinen Spaß habt.

(Das heutige Beitragsbild ist nicht von mir, sondern von der fantastischen Fotografin Maria Mantis . Und das umwerfende Model ist die zauberhafte Rina, von Kinky Escapes )

Kommentar
sehr geehrte Commandress. Als devote Sau möchte ich Ihnen auf diesem Weg vielen Dank sagen, für Ihren Kommentar. Meine verehrte und göttliche Ehefrau betont auch zunehmend nicht mit Leder, Latex oder Lack, sondern weiblichen Kleidung, ihren Körper, der so wunderschön ist. Es wünscht Ihnen noch eine schöne Adventszeit, eine devote Sau.