Hallo Kink-Lock!
Ich habe euch damals durch eine Anzeige, die ihr geschaltet hattet, auf dem JoyClub entdeckt.Eure Idee, das grässliche Gefummel der „traditionellen“ Knebelverschlüsse mit einem neuartigen Magnetdingens zu umgehen, hat mir direkt gefallen. Also habe ich damals auch sofort
bestellt, um herauszufinden, ob euer Produkt halten kann, was ihr versprecht. Über Etsy war das damals noch, wenn ich mich recht entsinne.Und was soll ich sagen? Ich bin ein verdammtes Spielkind! Dementsrechend war ich recht schnell nicht nur überzeugt, sondern so
begeistert, dass ich euren Knebel zum nächsten Mädelsabend mitgenommen habe, um dort allen mit meiner Neuentdeckung auf den Sack
zu gehen!
Und nun arbeitet ihr mit den tollen Menschen von Kinky Escapes zusammen, deren weiblicher Part zu meinen Stammgästen gehört.

1 Also erzählt doch mal: Wer seid ihr überhaupt?
Beide:
Wir sind Jenny (46) und Lars (48).
Wir sind seit fünf Jahren ein Paar, haben uns über unsere BDSM Neigung kennengelernt (Jenny sub, Lars Dom).
Aktuell leben wir noch in einer Fernbeziehung, das heißt Lars pendelt zwischen Würzburg und München.
Jeder von uns hat zwei Kinder aus früheren Beziehungen.
Unser Leben ist also recht turbulent.
2 Und was ist die Idee hinter eurem Magnetverschluss? Wie kamt ihr
darauf, dass wir da was Neues brauchen?
Jenny:
Kurz nach unserem Kennenlernen bin ich leider an MS erkrankt. Wir mussten also unser Spiel auf meine verminderte Belastbarkeit einstellen. Das langwierige Anlegen von Fesseln, Knebeln etc. hat uns dabei wertvolle Spielzeit gekostet. Einige Gadgets fielen ganz aus, weil sie im Notfall nicht schnell genug wieder zu lösen gewesen wären.
Lars:
Und das hat mich sogar so gehemmt, dass ich mich gar nicht mehr geraut habe, mit Fixierungen und solchen Gadgets zu experimentieren.
Jenny:
Jup, sehr schaaade…
Lars:
Also hatte ich die Idee, unsere Spielzeuge und Fesseln mit irgendeiner Art von Schnellverschlüssen auszustatten. Ich bin dann schnell über die Magnetveschlüsse einer anderen Firma gestossen. Aber nachdem ich einige unserer Spielzeuge zum Test umgerüstet hatte, war ich nicht zufrieden. Die verschlüsse waren zu unhandlich, passten ästhetisch nicht und boten nur eine sehr umständliche Art, die Länge des Gurtes einzustellen.
Ich habe dann viel darüber nachgedacht, wie ich das verbessern könnte und angefangen, eine eigene Version zu entwickeln. Durch Zufall war ich an einen gebrauchten 3D-Drucker gekommen, und damit nahm das ganze dann so richtig Fahrt auf.
Jenny:
Da fing das dann an, dass Lars nur noch klickend mit einem Prototypen in den Fingern auf dem Sofa saß… 🙂
3 Bestimmt kennt ihr den alten Spruch: „Wenn ihr die Freude an eurem Hobby verlieren wollt, dann macht ihn zum Beruf!“ – würdet ihr sagen, dass da was dran ist?
Lars:
So weit, dass es Beruf ist, sind wir ja (leider) noch nicht. *lacht*
Jenny:
Also wenn mit Hobby das Thema BDSM gemeint ist: wir schätzen die Offenheit der Szene und die vielen lieben Menschen die wir jetzt durch Kink Lock noch zusätzlich kennenlernen. Und wie Lars sagte – noch ist es ja lediglich ein Zubrot.
4 Ihr habt mal erwähnt, ich hätte damals noch die „garagengedruckte Variante“, also quasi die erste Produktionscharge erstanden. Was hat sich seitdem verändert – und welche Schwierigkeiten gab es auf dem
Weg zum jetztigen Standard?
Lars:
Mittlerweile lassen wir die Verschlüsse von einer kleinen Firma im Allgäu herstellen. Diese hat uns auch sehr bei der Erreichung der Serienreife unterstützt.
Dabei ist fast ein dreiviertel Jahr ins Land gegangen. Dafür haben wir jetzt aber ein Produkt aus einem deutlich belastungsfähigerem Material.
Dadurch sind Ästhetik und Haptik jetzt auch absolut top. Kein Vergleich zum „Garagenteil“.
5 Was umfasst euer derzeitiges Angebot denn so? Gibt es da einen Einfall jenseits des Magnetverschlussen, auf den ihr besonders stolz seid?
Lars:
Anfangs haben wir ja nur Knebel angeboten, mittlerweile haben wir auch Fesseln,
Halskorsetts und Augenmasken.
Jenny:
Bei den Augenmasken konnte ich endlich auch mal mein Know How anbringen.
Ich hab schon immer gern genäht…aktuell wird noch jede Maske mit Liebe in Handarbeit
am Küchentisch gefertigt.
Lars:
Zu der Augenmaske haben wir auch schon tolles Feedback bekommen.
Zusätzlich planen wir noch, Halsbänder anzubieten. Ach ja: und außerdem gibt es
jetzt unsere Verschlüsse auch einzeln in bisher vier Gurtbreiten.
6 Habt ihr weitere Pläne, um eure Produktpalette zu erweitern?
Lars:
Ideen habe ich ohne Ende und auch schon zahllose Prototypen in der Schublade, aber eins nach dem anderen. 🙂
7 Auf was sollte ein Hersteller von kinky Gadgets und BDSMtoys eurer
Meinung nach besonders achten? Gibt es da etwas, worauf ihr selbst
besonders großen Wert legt?
Lars:
Hochwertige Materialien (weshalb wir auch schon daran arbeiten, eine eigene
Lieferkette zu etablieren um darauf Einfluss nehmen zu können).
Jenny:
Sicherheit bei der Anwendung natürlich.
8 Was wäre euer persönlicher Traum, bezüglich der Marke Kink-Lock?
Lars:
Mein Traum wäre, dass die Marke in der Szene ein Begriff ist. Und dass die Verschlüsse nicht als ausschliesslicher Ersatz für bestehende Verschlüsse gesehen werden,sondern als Ergänzung und weitere Option im Portfolio.
Jenny:
Ich würde mich freuen, wenn wir damit auch anderen Menschen mit Einschränkungen helfen würden, nach Lust und Laune spielen zu können. Und wenn dann wie Lars meinte vielleicht tatsächlich Kink Lock in der Szene eine feste Grösse wäre, das wäre schon toll!
Commandress: Ich danke euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Fragen zu
beantworten. Falls es noch etwas gibt, das ihr den Leserinnen und Lesern eines kinky FLR Blogs schon immer mal mitteilen wolltet, dann
ist DIES eure Chance. Also haut raus!
Beide:
Wir bedanken uns! Danke, dass du uns die Gelegenheit gibts Kink-Lock etwas bekannter zu machen.
Wir freuen uns immer über Anregungen und Ideen. Es macht uns sehr viel Spaß neue Ideen, die oft durch das tolle Feedback was wir erhalten entstehen, umzusetzen.
Hier findet ihr alle wichtigen Social MediaKanäle zu Kink-Lock:
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https://www.joyclub.de/shop/10062496.kink_lock.html
https://www.youtube.com/@Kink-Lock
(Alle Bilder in diesem Interview wurden mir von Kink-Lock überlassen. Und selbstverständlich habe ich diesen Artikel unentgeltlich, ohne finanzielle Interessen oder sonst irgendeine Zuwendung verfasst. Sondern einfach nur, weil ich es spannend fand.)

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