Doppelte Frauenpower – Das Spiel zu dritt

Man sagt, aller guten Dinge sind drei. Und gar so falsch finde ich das gar nicht – besonders, wenn es um die Spieldynamik im BDSM geht.

Ich liebe die intensive Zweisamkeit und tiefe, emotionale Verbundenheit im Spiel mit dem Machtgefälle, aber wisst ihr, was das Ganze manchmal auf ein völlig neues Level heben kann? Eine zweite, dominante Frau mit ins Boot zu holen.

Das ist jedes Mal aufs Neue ein prickelndes, spannendes, kleines Abenteuer, aber seien wir ehrlich: Es ist auch immer wieder eine echte Herausforderung!

Spiele ich gemeinsam mit sehr guten Freundinnen, wie zum Beispiel Lady K., ist von vornherein klar: Das flutscht. Wir kennen uns inzwischen so gut und haben so ähnliche Vorstellungen, dass da kaum noch etwas schiefgehen kann.

Aber wenn man die „Gastspielerin“ noch nicht blind versteht, wird der Anfang oft zu einem vorsichtigen Abtasten. Genau darin, in diesem Prozess des Entdeckens, kann aber auch ein besonderer Reiz liegen! Auf jeden Fall gilt: Je sicherer man die andere Lady einschätzen kann, desto magischer wird der Flow – und zwar für alle drei.

Wenn die Chemie stimmt, spielen wir uns die Bälle gegenseitig zu. Ein Blick, ein kurzes Lächeln – okay, Grinsen –, und schon weiß die andere, was zu tun ist. Wir unterstützen uns darin, den Spannungsbogen straff zu halten, und lassen uns gegenseitig zu neuen, wunderbaren Gemeinheiten anstacheln.

Dabei kommt sicherlich auch der Humor nie zu kurz – denn Spielfreude ist der beste Treibstoff für eine intensive Session.

Und wer es immer nur superernst und dramatisch braucht, ist bei mir womöglich eh langfristig an der falschen Adresse.

Mein Guide für ein gelungenes Spiel zu dritt

Damit das Experiment für alle Beteiligten zum vollen Erfolg wird, habe ich hier meine ganz persönlichen „Goldenen Regeln“ zusammengestellt:

  • Das „Go“ von allen: Bevor es losgeht, müssen alle ihr Einverständnis gegeben haben. Ein kurzes, klares Signal der Zustimmung von allen drei Beteiligten ist Pflicht. Aufregende Überraschungen sind toll – aber der Konsens muss klar sein.
  • Glasklare Grenzen & Signale: Besonders wenn man sich noch nicht zuverlässig einschätzen kann, ist Kommunikation das A und O. Lieber einigt man sich vorab auf ein gemeinsames Safe-Word, das für alle drei unmissverständlich gilt, als dass Unsicherheiten entstehen. So gibt es keine Missverständnisse, wenn die Dynamik plötzlich Fahrt aufnimmt. Wer darauf verzichtet, sollte sich schon sehr sicher sein, was er tut.
  • Die Kapitänin bleibt an Bord: Mein Sub muss sich zu jeder Zeit blind darauf verlassen können, dass ich die Situation auch wirklich im Griff habe. Ich kenne seine Grenzen und Tabus, achte auf ihre Einhaltung und bleibe „in control“ und erreichbar, auch wenn es hoch hergeht.
  • Teamwork statt Konkurrenz: Die Gast-Lady ist zur Verstärkung da, nicht um mich auszubooten. Ein gelungener Flow bedeutet, dass ich ihr aktiv Raum gebe, ihre Impulse einzubringen, während wir als dominantes Duo agieren. Wir sind ein kreatives Team – zum (Un-)Wohl des Subs.
  • Sauberkeit als Standard: Darauf müssen sich alle verlassen können: Alles geht absolut hygienisch einwandfrei zu. Nur wenn diese Basis stimmt, kann man sich im Spiel wirklich fallen lassen. Das heißt, dass alle eingesetzten Spielzeuge selbstverständlich sauber sind und, falls Körperflüssigkeiten eine Rolle spielen, kein Risiko eingegangen wird.
  • Der sanfte Ausklang (Aftercare): Nach dem Sturm kommt die Ruhe. Ein gemeinsames Runterkommen ist wichtig, um die intensive Energie wieder zu erden. Keiner soll sich nach dem Beenden des Spiels überflüssig vorkommen oder sich „komisch“ fühlen. Die Wertschätzung, die wir in Wahrheit füreinander empfinden, darf hier gerne offensichtlich werden.


Wenn dieses Gefüge aus Vertrauen, Respekt und Sicherheit steht, wird das Spiel zu einem Erlebnis, das alle Beteiligten bereichert. Es ist intensiv, es ist jedes Mal neu und es macht einfach verdammt viel Spaß!

Hinterlasse einen Kommentar