Er darf schreiben über: Orgasmen

In diesem Beitrag möchte ich euch mal etwas über die Höhepunkte berichten, die ich habe – oder eben auch nicht habe.

Im Gegensatz zu den Beiträgen, die man so im Internet lesen kann, kann ich mich da wohl noch sehr glücklich schätzen. Die Anzahl der Orgasmen, die ich in der letzten Zeit hatte, kann ich kaum zählen. Oft wird ja von männlichen Subs beschrieben, dass sie kaum noch zum Höhepunkt kommen dürfen und wenn doch, dann nur unter erschwerten Bedingungen.

Das ist bei mir glücklicherweise anders. Natürlich entscheide ich nicht mehr, wann ich dies erleben darf. Denn das liegt alleine in der Entscheidungsgewalt meiner Commandress. Ich bin sehr froh, dass sie mir diese Entscheidung abgenommen hat, ein Punkt, mit dem sie mich oft sehr um den Verstand bringt. Diese Entscheidungen ihrerseits scheinen sehr willkürlich, so kommt es mir zumindest vor. Das macht es für mich aber umso spannender, da sie in solchen Situationen eben kaum berechenbar ist.

Mein großes Glück ist, dass die Commandress gerne sieht und erlebt, wie ich dieses Glücksgefühl erfahre. Was wohl der Hauptgrund sein dürfte, weshalb ich öfter in den Genuss komme.
Wenn man nun aber mal den Wandel sieht, von sonst täglich ein- bis zweimal, auf vielleicht einmal die Woche, so macht meine Libido da dennoch eine große Umstellung durch. Es ist oft ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. An vielen Abenden gehe ich mit einem hohen Level an Erregung ins Bett und es ist immer wieder eine große Hürde für mich, nicht einfach loszulegen. Denn so sehr ich diesen Zustand auch genieße, so schwierig ist es für mich, ihn über längere Zeiträume aufrechtzuerhalten. Es ist wie ein zweischneidiges Schwert: die Gier nach der Erlösung auf der einen, und das Verlangen nach diesem dauergeilen Zustand auf der anderen Seite. In den meisten Fällen siegt letzteres, es ist jedoch auch schon vorgekommen, dass ich der Gier nicht widerstehen konnte und im Nachgang einen unerlaubten Orgasmus auf meine Vergehensliste schreiben musste.

Der Umgang mit dieser Art von Verfehlung ist unterschiedlich, das letzte Mal wurde mir jeglicher Zugang zum Internet genommen, und mein Handy diente nur noch dem Zweck, mit der Commandress in Kontakt zu bleiben. Der Fernseher war ebenfalls tabu.
Diese Situation hat mich definitiv nachhaltig belehrt und ich überlege nun doch ein oder zweimal mehr, ob es mir das wirklich wert ist.

Die Orgasmen in der Zeit, in welcher die Commandress nicht anwesend sein kann, werden stark reguliert. Es gibt Situationen in denen sie ihn mir auf meine abendliche Bitte hin gewährt, aber genauso gibt es Tage, an denen er mir komplett verwehrt wird.

Erst gestern war dies der Fall: Den halben Tag hatte ich mich schon darauf gefreut, sie zu fragen. Doch die Erlaubnis blieb leider aus, denn ich hatte mich im gemeinsamen Telefonat zu nörgelig verhalten. Somit lag ich doch lange wach, zu dem mein Kopf derzeit voll ist mit vergangenen und zukünftigen Ereignissen. Das Spannungsniveau ist sehr hoch derzeit, wodurch es mir ausgesprochen schwerfällt, standhaft zu bleiben.

Zum Thema Keuschhaltung selbst, gibt es auch noch ein paar Punkte zu sagen:
Die aktive Keuschhaltung in Form von PK, KG oder was auch immer, ist in unserem Fall auch eher eine eher willkürliche Präferenz meiner Commandress. Es gibt Phasen, in denen ich ohne ein solches Hilfsmittel auskommen darf. Hält sie es aber für nötig, weil Sie z.B. das Gefühl hat, es könne brenzlig werden, so bekomme ich oft die Nachricht, dass ich den Käfig unverzüglich anzulegen habe.
Ich genieße es zwar sehr, einen PK zu tragen, dennoch vermisse ich dann doch das Durchschlafen schmerzlich. Ich werde dann nämlich immer sehr unruhig, was wahrscheinlich daran liegt, dass meine Libido in dem Moment noch mal einen deutlichen Boost bekommt. Es ist dann eben noch viel präsenter als ohne, wovon ja wahrscheinlich viele meiner Standesgenossen ein Lied singen können.

Mich würde sehr interessieren, wie es bei euch geregelt ist? Gibt es klare Abläufe, eine Art Konditionierung oder sieht das bei euch ganz anders aus?

Antwort

  1. Avatar von Servie1976

    Auch wenn ich sicherlich kein FLR-Experte bin, da wir erst wieder seit ein paar Monaten versuchen, eine FLR zu etablieren, kann ich dazu, denke ich, dennoch etwas beitragen.

    Zunächst einmal ist es seit Anbeginn meiner 20-jährigen Experimentierphase, was die Keuschhaltung und die damit verbundenen Orgasmen anbelangt, konträr zu fast allen männlichen Subs. Ich kann nicht behaupten, dass ich unbedingt während einer längeren Keuschheitsperiode Erleichterung erfahren möchte. Selbst als ich noch unverschlossen war, fand ich eine mehrwöchige Dauer ohne Erleichterung einfach nur zu schön, weil ich ständig submissive Gedanken hatte. Wenn der Orgasmus dann doch einmal stattfand, fiel ich zunächst in ein Loch und es dauerte ein paar Tage, bis ich wieder sexuelles Verlangen und (damit einhergehend) meine Submissivität spürte. Es ist auf jeden Fall so, dass ich nicht durch Belohnung eines möglichen Orgasmus‘ konditioniert werden kann, weil ich darauf verzichten könnte. Das wirkt für die meisten männlichen Subs sicherlich merkwürdig, ich kann es aber nicht anders beschreiben. Andererseits werden wir Männer ja genau deswegen lange auf Enthaltsamkeit programmiert, weil wir dann unseren Herrinnen scheinbar besser dienen können. Ein komplexer Sachverhalt, zumindest bei mir. Ich bin zwar erregt, möchte aber keine Erleichterung. Da wäre ein Orgasmus bei mir eher eine Bestrafung …

    Seit etwa fünf Wochen bin ich nun dauerhaft verschlossen und meine Königin experimentiert etwas mit meinen Orgasmen. Werde ich also durch einen längeren Verschluss submissiver oder aufmüpfiger? Und wie verhält es sich, wenn ich Erleichterung erfahren durfte? Es liegt nun einmal nicht mehr in meiner Hand und ich bin dankbar dafür. Und wenn sich meine Königin dazu entscheidet, mir Erleichterung zu gewähren, dann nehme ich sie auch dankbar an. Und es ist verwunderlich, dass ich nicht mehr in dieses Loch falle, wie es noch vor einiger Zeit der Fall war. Vielleicht ist es eine Frage des Mindsets. Ich akzeptiere nun die Führung durch meine Frau und lasse mich einfach treiben und kämpfe nicht mehr dagegen an, was noch vor einigen Jahren der Fall war. Damals wollte ich ihr unbedingt die Vorgaben machen, wie unsere FLR auszusehen hat, was natürlich zum Scheitern verurteilt war.

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar